Papert’s 8 Big Ideas Translated into German by Students

Instead of just writing about Papert’s 8 big ideas, I thought it could be a good opportunity for my students in school to translate Papert’s ideas into their own language. A few students from my school are “residents” of the makerspace. They don’t like anything they think of as “schooley”, especially reading, writing, and English, their first foreign language. As an experiment I printed out a few copies of Gary Stager’s PDF “Eight Big Ideas Behind the Constructionist Learning Lab” and introduced the text as the eight commandments of our makerspace. My introduction peaked the students’ interest, and they really wanted to know what this paper meant.

Each student chose a paragraph to tackle. With the help of all tools available in the makerspace they gave their very best to translate and type the text into the computer. When they were finished we read the text and fine-tuned the translation together. So, the following German version is a product of our collaboration.

In the English room of the school the students probably would have been asked to use dictionaries for the translation work.
But they did it in the makerspace which is located three floors below. So they used leo.org, Google translator, and computers for the work.
Maybe this was more fun for them.

Felix, Aaron, and Oskar give their very best to understand Paperts ideas from the manuscript.
And sometimes they understood single sentences because of the fact that what was written is what they do everyday in the makerspace anyway.

Noah was very engaged in the translation challenge. Most of the final typing was done by him.

 

Acht große Ideen hinter dem „Constructionist Learning Lab“

Von Dr. Seymour Papert (1999)

Aus der Ph.D.-Dissertation “An Investigation of Constructionism in the Maine Youth Center” von Gary Stager, 2007

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Noah Pott, Oskar Justenhoven, Felix Striemer, Sonja Goetzke, Yannick Wudtke, Manuel Ebner, Dominic, Aaron Friese, Leo Wilkesmann, Claire Anderson, Mathias Wunderlich (Freie Aktive Gesamtschule Wülfrath)

 

Die erste große Idee ist Learning by Doing. Wir lernen alle besser, wenn das Lernen Teil einer Tätigkeit ist, die wir wirklich interessant finden. Wir lernen am allerbesten, wenn wir etwas lernen selber zu machen was wir wirklich wollen.

Die zweite große Idee ist Technologie als Baumaterial. Wenn du für das Herstellen von Dingen Technologie benutzen kannst, kannst du viel interessantere Dinge herstellen. Und du kannst dabei viel mehr lernen. Das trifft ganz besonders auf digitale Technologie zu, also Computer aller Art, inklusive Lego-Roboter.

Die dritte große Idee ist schwieriger Spaß. Wir lernen und arbeiten am besten, wenn wir dabei Spaß haben. Aber Spaß bedeutet nicht, dass es einfach sein muss. Der beste Spaß ist schwieriger Spaß. Unsere Sportler arbeiten hart daran, in ihrem Sport besser zu werden. Die meisten Schreiner haben Spaß daran, etwas mit Holz zu machen. Der erfolgreiche Geschäftsmann liebt es, gute Geschäfte zu machen.

Die vierte große Idee ist Lernen zu lernen. Viele Schüler denken, dass die einzige Möglichkeit  zu lernen ist, unterrichtet zu werden. Das ist es, was sie in der Schule und im Leben scheitern lässt. Niemand kann Dir alles beibringen, was  Du wissen musst. Du musst Verantwortung  übernehmen  für Dein eigenes Lernen.

Die fünfte große Idee ist, sich Zeit zu nehmen, ausreichend Zeit für die Arbeit.  Viele Schüler in der Schule gewöhnen sich daran, dass ihnen alle fünf Minuten oder jede Stunde gesagt wird: tu dies, dann mach jenes, und als nächstes das. Wenn ihnen niemand sagt, was sie tun sollen, wird ihnen langweilig. Aber das Leben ist nicht so. Du musst lernen, Deine Zeit sinnvoll einzuteilen, um Deine Ziele zu erreichen. Das ist die schwierigste Lektion für viele Schüler.

Die sechste große Idee ist die größte von allen: Du kannst nicht alles richtig machen ohne etwas falsch zu machen. Nichts funktioniert gleich beim ersten Mal. Der einzige Weg, es richtig zu machen ist, sehr genau hinzuschauen, wenn es schief geht. Um Erfolg zu haben, brauchst du Freiheit auf deinem Weg, um danebenzuhauen.

Die siebte große Idee ist Wir müssen uns selbst zumuten, was wir unseren Schülern zumuten. Wir lernen die ganze Zeit. Wir haben viel Erfahrung mit einander ähnlichen Projekten, aber jedes ist anders. Wir haben keine vorbestimmte Idee, wie das genau klappen kann. Wir genießen was wir tun und sind darauf gefasst, dass es schwierig werden kann. Wir wissen, dass wir uns Zeit nehmen müssen. Jede Schwierigkeit, die wir durchlaufen, ist eine Gelegenheit zum Lernen. Die beste Lektion, die wir unseren Schülern geben können, ist, sie sehen zu lassen, dass auch wir uns anstrengen müssen, um Neues zu lernen.

Die achte große Idee ist, dass wir in eine digitale Welt eintreten, in der das Wissen um digitale Technik genauso wichtig ist wie Lesen und Schreiben. Etwas über Computer zu lernen ist für unsere Schüler sehr wichtig, ABER das wichtigste ist, dass sie JETZT Computer benutzen, um alles andere zu lernen.